Lange schon wusste ich es: Wie oben so unten. Wieso sollte der Mensch als Wesen zwischen Himmel und Erde erfahren, wie gut sich eine gute Erdung und Kontakt mir der Natur uns stärkt, und gleichzeitig quasi losgelöst von den Phänomen des Himmels sein? Die Sprache der Sterne ist die neueste Sprache in meinem breiten Vokabular. Lange fehlte mir den Mut, den Blick nach oben nicht nur als Gleitschirmpilotin, sondern auch als Beobachterin und Wahrnehmenden zu richten. Wie oft, wenn es richtig anfühlt, kommen die richtigen Menschen, die uns entscheiden lassen - bevor der bewusste Entscheid neue Einwände hat. Die Sprache der Sterne lässt uns nicht nur Staunen, Schmunzeln und Verstehen, sondern sie unterstützt uns mit den richtigen Fragen um uns zurück zu uns und unseren Weg zu bringen.
Der Star in einer MindTV ist das Kind. Jede Sitzung verläuft anders, dabei haben alle ein gemeinsames Ziel: Egal ob Ängste, Konzentrationsschwierigkeiten, Stottern - alle Gefühle können im Körper gefunden und visualisiert werden. Die klassische Frage ist "wo im Körper fühlst du das und wie schaut es aus?". Visualisieren steht hier für im Körper lokalisieren, in eine Form bringen und mindestens eine Farbe geben. Das unangenehme Gefühl bekommt ein Gesicht: Es wird greifbar.
Im nächsten Schritt suchen wir im Film des Lebens nach den Ursprüngen dieses Gefühls. Das unangenehme Gefühl wird begreifbar. Haben wir das gefunden, beurteilt das Kind die Situation neu: Mit neuen Wissen, Erfahrungen und Stärken. Manchmal passiert es auch, dass das Kind feststellt, dass es ein fremdes Gefühl bekommen hat. Dieses gibt es seinem Besitzer zurück. Das schlechte Gefühl wird aus dem Körper auf kreativste Weise entfernt. Hier darf es ziehen, zischen, explodieren... Damit das Gefühl nicht zurück kommt, füllen wir ein stärkendes, tolles Gefühl in den frei gewordenen Platz.
Manchmal gibt es anstelle dem Aufspüren von schlechten Gefühlen auch einfache, aber wirkungsvolle Arbeiten auszuführen: kaputte Kabel flicken, Aha-Lampen austauschen, zu kleine Bildschirme durch neue, modernere Exemplare ersetzten. Manchmal gibt es Ausflüge ins Buchstaben oder Zahlenland...
In MindTV geht es nie darum, die "Welt schön zu malen": Wut, Trauer, Angst sind ein Teil des Lebens und gehören zur persönlichen Entwicklung. Kein Kind kann und muss immer glücklich sein. Im Gegenteil, viele dieser Gefühle haben den wichtigen Nutzen, dass der Mensch gewarnt wird, dass etwas nicht in Ordnung ist. So, wie uns unsere Sinne Dinge wahrnehmen lassen ("Achtung, das Wasser ist viel zu heiss), sind unsere Gefühle wichtig für die Wahrnehmung über unser inneres Befinden.
Negativ wird ein Gefühl dann, wenn es das Kind zurück hält und an seiner Entwicklung hindert. Wenn es ihm das Leben unnötig erschwert oder es sogar ständig richtig traurig oder aggressiv macht. Wenn es nicht mehr entscheiden kann, ob es Angst hat, weil die Situation wirklich gefährlich ist oder ob es sich die Gefahr einbildet. Wenn es seinen Gefühlen ausgeliefert ist und keine Kontrolle mehr hat oder sich auch nicht beruhigen oder trösten lässt.
MindTV - Fernsehen im Kopf oder die Arbeit durch Visualisierungen ist für Kinder und Erwachsene geeignet, die gerne aktiv mitarbeiten. Gerade bei Kindern wird durch das aktive "Selber machen" das Selbstbewusstsein gestärkt. Da Bewusstsein über die eigenen Fähigkeit, die eigene Macht und Einflussnahme wird erlebbar.
Erwachsene erleben körperlich, was Ihnen gut tut und was sie schwächt. Auch das Unterbewusstsein von Erwachsenen denkt in Bildern und Gefühlen. Der Zugang über die Visualisierung vereinfacht die Beschreibung von Gefühlen, die ja meistens gemischte Cocktails als klar benennbare einzelne Gefühle sind. Die Distanz über Form und Farbe geben dem Erlebnis eine gewisse Leichtigkeit und einen roten Faden für die Bearbeitung.
Kinder lieben Fernsehen im Kopf und die Eltern sind von der Wirksamkeit begeistert: Aufgespürte unangenehme Gefühle, umgeformte Objekte, umgeschalte und reparierte Schalter, entsorgter Müll. All dies und so viel mehr ist MindTV.